Von Angesicht zu Angesicht

Sie lachten albern. Sie waren betrunken, betrunken und geil. Nun suchten sie einen Ort, an dem sie Ruhe vor den andern hatten, an dem sie ihre Lust erforschen und ausleben konnten. Sie kicherte. Er hielt sie bei der Hand und lief voran. Plötzlich bog er von der Straße ab in den Park hinein. Pfade, Bäume, Beete. Sie stolperte und riss ihn mit sich. Sie fiel in ein Meer aus Blumen und er auf sie. Er schob ihren Rock hoch und tastete an den Oberschenkeln hinauf ihrer warmen Spalte entgegen. Sie kicherte, öffnete ihm willig die Beine und bewarf ihn mit Blüten, in die sie gefallen waren. Er hatte gerade begonnen ihre Falten unter dem Slip zu erforschen, als sie plötzlich auffuhr und fluchte: „Verdammt, wo sind wir hier?“ Sie war blau wie lange nicht und sie hatten einen Joint geraucht. Ihre Haut spielte verrückt und die Nase badete in den Blütendüften, so wie ihre Augen den Himmel, die Bäume und Sträucher rundum so intensiv erlebten wie lange nicht
„Im Park!“, kicherte er begeistert und fummelte mit den Fingern unter den Rand ihrer Unterhose, wo sie ihren erregenden Flaum berührten. Zwischen seinen Beinen drängte es.
„Eeehh Scheiße, dass ist ein Grab!“, fluchte sie, stieß ihn fort und hielt ihm die Schleife eines Kranzes vor die Nase. „Er ruhe in Frieden“, stand darauf.
„Na wenn schon!“, entgegnete er, unwillig weil sie ihn unterbrochen hatte. Es war ihm ganz egal, wo sie sich befanden. Er wusste nur eins, er war geil und wollte sie endlich ficken! Er gab ihr einen Kuss und versuchte wieder mit den Fingern zwischen ihre Beine zu kommen.
„Lass das!“, sagte sie angewidert. „Die müssen hier einen ganz frisch verscharrt haben! Vielleicht spukt der hier noch irgendwie herum…“ Der Gedanke ließ sie erschauern, gleichzeitig musste sie kichern. Verdammtes Dope! Es war alles so verrückt und die Reizung ihrer Sinne überflutete sie wie ein Erlebniskino der Zukunft. Irgendwie war selbst das Angesicht des Todes zum Lachen. Sie konnte nur mühsam unterdrücken vor Heiterkeit loszuprusten, dennoch wollte sie hier fort.
„Lass uns woanders hingehen!“, schlug sie ihm vor, stand auf und zog dann auch ihn hoch. Sie besahen sich das frische Grab, sahen dann einander an, gackerten unversehens los und rannten dann weiter in den Friedhof hinein. Bald erreichten sie eine Stelle, an der viele ältere Bäume standen. Er hielt sie an und drückte sie gegen den Stamm einer Eiche.
„Ich will dich vögeln!“, sagte er und presste ihr einen heißen Kuss auf die Lippen. Seine Hand suchte schon wieder die Hügel ihrer heißen Höhle. Er war wie ein Panther, fand sie, heiß und leidenschaftlich, und sie seine brünstige Raubkatze. Sie drängte ihm ihr Geschlecht entgegen und erwiderte leidenschaftlich seine Küsse. Seine Finger schoben sich energisch unter ihren Slip und begannen die Muschel zu massieren. Ihre Küsse brannten an seinem Hals. Als er schließlich seine Hose öffnete und versuchte mit dem Glied einzudringen, zog sie sich zurück und bat ihn: „Noch nicht! Lass uns einen anderen Platz suchen!“
Die Morbidität des Ortes hatte sie erfasst. Der Einfluss von Alkohol und Drogen ließ sie wie auf Flügeln schweben und gerade das Tabu begann sie auf besondere Weise zu reizen. „Lass uns zu dem Grab zurückkehren!“, forderte sie ihn auf. Sie zog ihn an sich und spürte sein feuchtes Glied an ihrem Schenkel. Wow, der Panther glühte! Sie bedeckte ihn noch einmal mit Küssen, dann nahm sie ihn wie vorhin bei der Hand und lief den Weg zurück. Irgendwo hielten sie außer Puste an um zu verschnaufen. Ihre Knie waren weich. Sie umarmten sich und er fasste nach ihrem Po um ihn zu streicheln und sie an sich zu drücken. Ihre Zungen trafen sich und wollten nicht mehr von einander lassen.
Wie aus Scherz ließen sie plötzlich wieder von einander, liefen weiter, um sich bald vor dem Eingang der alten Kapelle wiederzufinden. Übermütig öffnete er die Tür, sie folgte ihm. Die Tür fiel ins Schoss, sie zog ihn in die nächste Ecke und griff zwischen seine Beine, während sie ihm einen Kuss auf die Lippen drückte. Es roch nach Weihrauch und Kerzen. Sein Glied war warm. Irgendwie gelang es ihr, es aus der Hose zu fummeln. Ihre Finger an seinem nackten Schwanz, dass war der schiere Wahnsinn, fand er. Er riss sie herum und sie taumelten durch den engen Raum. Sie wurden durch einen Gegenstand gebremst, gegen den er sie drückte. Er riss ihre Unterhose herunter, er konnte nicht mehr an sich halten. Sie half nach, bis die Hose auf dem Boden lag und öffnete ihm ihre Beine. Sie lehnte sich rückwärts über den hölzernen Kasten, die Hände krallten sich in den Stoff, der den Kasten innen bekleidete. Er drang in sie ein, wieder und wieder und sie drängte sich ihm entgegen. Ihr Blick starrte mit glasigen Augen auf das Kreuz über ihr. Sie ertastete mit einer Hand das Innere des Kastens, spürte den toten Körper, und es erfüllte sie mit tiefer Befriedigung, dass sie lebte und sich der Lust hingab, hier im Angesicht eines Menschen, für den all das keine Bedeutung mehr hatte. Als sein Glied sich in der Hitze der Glut in ihr ergoss, wandte sich sein Blick das erste Mal von ihrem Gesicht ab und fand das Antlitz des Toten, der gespenstisch dort ruhte. Vom Schauer erfüllt bäumte er sich in ihr auf. Ihr Schrei erfüllte den Raum mit der Macht einer Lebendigkeit, die Tote erwecken konnte.