Dendrophil 2

Bäume waren immer Teil seiner Freiheit gewesen, Freiheit und Stärke, Natur. Einer Natur, die die seine war, der er sich verbunden fühlte, seit er denken konnte. Und die vielen Geheimnisse des Walde – durch jeden Baum verkörpert! Wenn er von unten in die Kronen schaute, schienen sie endlos, wenn er in sie hinaufstieg, war er der Schwere der Erde enthoben, fühlte sich den Wolken nah, und manch atemberaubender Ausblick hatte ihn dafür belohnt, dass er seine Angst zu stürzen wieder einmal überwunden hatte. Eine wundersame Aura gab es, die ihn schon so früh im Leben umhüllte und schützte ...
Nun stand er hier, an diesem geheimnisvollen Ort, der einst, als sie das erste Mal hierher gekommen waren hatte mitten in der Nacht erwachen lassen, und sie hatten sich vereinigt, nach langer Zeit in der Gewissheit, dass sie bei ihm bleiben und ihren Liebhaber verlassen würde. – Für ihn zunächst eine recht vage Gewissheit, doch er hatte immer gewusst, dass ihn mehr mit ihr verband ...
Er konnte damals nicht genau erkennen, was es mit diesem Platz auf sich hatte, nur dass er magisch war, voller unbekannter Energie, und dass er diese Energie mit all seinen Fasern und Zellen aufnehmen wollte, was auch immer sie ihm bringen würde.
Bäume! Er hatte sich nie wirklich Gedanken gemacht, ob sie weiblich oder männlich waren. Diese Buche jedoch war so unleugbar weiblich, und es hatte sich lange niemand mehr um sie gekümmert. Sie hatte sich ihm geöffnet, lange bevor er es auch nur geahnt hätte, und er war auch jetzt noch so ahnungslos! Sie hatte ihn gelockt und bezirzt, so wie es eben Bäumen möglich ist. – Er hatte es nicht bemerkt.
Sie sehnte sich nach Vereinigung, damit sie nicht austrocknete! Wie viele Menschen gab es heute noch, die sich den Nymphen der Bäume öffneten?! Wie viele Frauen trockneten bei den Menschen aus, voller Sehnsucht die einen, oder ohne es überhaupt zu wissen die anderen. Wer wusste schon, dass eine Frau regelmäßig dieser Vereinigung bedurfte, damit sie frisch blieb und nicht verdorrte … (und der Mann in gleicher Weise ...).
Doch Bäume? Er war noch so unwissend, als er dort stand und diesen Baum zum wievielten Male betrachtete, und sich an seine Kindheit erinnerte. Er konnte nicht wissen, wie sexy diese Buche war!
Sie schaffte es, dass er schließlich mit einem Satz an den ersten Ast sprang, und begann, sich in die breite Krone hinaufzuschwingen. Er hatte ja keine Ahnung! Ein kindliches Klettern in Bäumen. – Fast schien es ihm lächerlich. Gleichzeitig hörte er eine Stimme die ihn ermunterte. Der Kontakt mit dieser Buche war so lebendig, weckte die Lebensgeister! Welch eine Energie! Er suchte sich einen Platz im Geäst, wo er verweilen wollte, dem Boden und der Erdenschwere enthoben. Damals war er sich der Energie, die ihn aus diesem Baum beströmte nicht bewusst. Diese gewaltigen Äste, diese Geborgenheit, die grüne Krone, die sich beschützend ausbreitete! Er atmete tief und war überwältigt.
Frauen können sehr hinterlistig sein! Und Baumnymphen nicht weniger. Wie entblößt sich eine Nymphe einem menschlichen Manne, zeigt ihm gar ihr lustvolles Begehren?
Dieser Baum war erfahren, sehr erfahren. Er wusste die Erinnerungen jugendlicher Verspieltheit eines erwachsenen Mannes auszunutzen, ohne dass er merkte, mit welcher Lust er umspielt wurde. Es wäre damals völlig außerhalb seiner Vorstellungskraft gewesen, der Vollzug mit einem Baumwesen, und so verstand er auch nicht, was wirklich vor sich ging, als es ihn überkam seine Hose zu öffnen und sein Glied liebkosend zu berühren. Scheu ließ er den Blick in die Runde schweifen; er war allein.

 
Buchennymphe

Wie ahnungslos war er, als er im Schoße dieser Nymphe sitzend, die Haut hin und her bewegte und die Eichel massierte.
Sein Glied wurde begierig von Ihrer Scham aufgesogen – sie würde ihn nicht wieder von sich lassen! Sein Rücken kitzelte, die Haut vibrierte und dehnte sich aus.
Was tat er hier?
Lust! Begehren! Sollte er nicht lieber zu seiner Frau zurückkehren? Er konnte nicht. Seine Finger waren energischer geworden. Wenn er nun seine lustvolle Rute in den Mund nehmen könnte ... Es hatte eine Zeit gegeben, da hatte er sich der vagen Hoffnung hingegeben, so gelenkig zu werden, sich selbst mit dem Munde befriedigen zu können!
Die Nymphe lenkte seine Hand. Er wunderte sich, dass er es nicht schneller zum Abschluss brachte. Warum hielt er inne zwischendurch, durchflutet von lustvollen Wellen, während sich sein Glied erregt in die Hände schmiegte, kreisende Bewegungen des Beckens seinen ganzen Unterleib erbeben ließen? Er hielt, gerade so lange, bis die ärgste Spannung verebbte und die Lust ihn wieder ermahnte die Finger geschickter zu führen.
Warum ging er nicht heim, diese Ekstase mit seiner Frau zu genießen! Die Nymphe ließ ihn nicht gehen! Nie würde sie ihn nicht wieder gehen lassen, ohne dass er diesen Vollzug beendete – mit ihr. Wäre er erfahrener gewesen, hätte sie sich ihm gezeigt. Doch sie wusste, dass er schockiert gewesen wäre. Dieses alte, liebevolle magische Kind! Er wusste nicht wer er war. Sie würden Geduld haben müssen, das war der Preis. Seiner und ihrer. So war es bestimmt, so war die Ordnung. Doch die Ordnung war auch, dass sie ihre Reize spielen lassen konnte, auf die hinterhältigste Weise, um ihn zu verführen. Beiden zum Nutzen. Wie oft war sie schon seine Geliebte gewesen, Mutter und Ehefrau! Nicht eigentlich sie, aber das, was sie wirklich war. Und sie liebte ihn, hatte ihn schon auf so vielfältige Weise verführt, um seinen Horizont zu erweitern. Wer wusste schon, wie verführerisch Bäume sein konnten? Wer kannte sich schon aus mit Frauen?
Er war einst ihr Meister gewesen, und was sie nun tat, folgte seinem Begehren. Wenn dies jemals ein Mensch erführe – sie wussten nicht, wie ähnlich sie den Baumwesen waren. Sein Glied, es wuchs wie die Bäume in mütterlicher Hand. Seine Eichel schwoll, wie in Mutter Erde von der Sonne befruchtet.
Seine Träume trugen ihn fort, fliegender Rhythmus einer Bewegung die alles umschließt. Er atmet den Duft dessen was er verströmt. Erregend, offen, natürlich und jung. Vage geht nun sein Blick ob niemand ihn schaut. Sie sitzt auf seinem Schoß und umschließt sein Glied. Vögel singen, Melodie des Sommers. Ihr Schoß öffnet sich, um ihn zu umfangen. Oh wenn er wüsste, wie jung, wie alt sie ist! Duft von Sommer und Lust. Wie Voyeure schauen Hasel und Vogelbeere zu, vom Urin der Nächte genährt. Sie werden die nächsten sein, die nach seinem Samen verlangen, um es zu vollbringen. – Er wähnt sich allein. Schamane auf einsamen Wegen. Wie oft haben sie ihn in traumvollen Nächten umspielt und begehrt!
Doch heute ist der Tag der Alten, das wissen sie wohl. Wie wollten sie sich mit Ihrer Weisheit messen. Ohne Sie hätte er sie vergessen, ihre Lust, ihr Streben, ihr Tun. Er schwebt dahin, in Ihrem Schoß, die Sommerluft getränkt vom klaren Nektar, der sich begierig in kleinen Tropfen ergießt. Seine Finger befeuchtet gleiten über die wohlig glitschige Frucht, umspielen Rund und Rand, bis es ihn fast nicht mehr hält. Er mag sich noch nicht erlösen, weiß nicht was ihn treibt und hält. Die Nymphe ruht still, sie will noch mehr, lässt seine Finger langsamer gleiten, bald so wie sie ganz stille stehen.
Welch kosmischer Puls der ihm dort hämmert, die Hand umschlossen, spürt ihn schlagen, Verloren im Aurastrom des Grüns, durchflutet von einer Welt die ihn nährt. Tausend Strahlen, Fäden strömen. Sonne wärmt in seinem Leib. Die Fingerspitzen gleiten streichelnd den Schaft hinab, ganz leicht und fliegen fast in kitzelnden Rhythmen den haarigen faltigen Sack entlang. Die Nymphe regt sich zärtlich, öffnet ihren Schoß. Ihm ist, als liebkose jemand seinen Nacken, ein Kribbeln läuft die Beine hinauf. Sie hat so viele Arme, Hände, die seine Haut umstreicheln. Wie viele Finger scheinen den Körper zu bedecken, der wohlig stöhnt. Es ist, als könne er jedes einzelne Härchen spüren. Längst hat er die Welt vergessen, die Welt aus der er kam, vergessen die Zeit, die Male, die die Lust ihn bis zur Grenze treibt, nur um ihn kurz vor der Erfüllung weiter hinzuhalten. Heilige Magie! Die Liebe einer Nymphe ist so gnadenlos, – bis sie ihn endlich, endlich befreit, sich ergießen lässt in warmen Stößen der nährenden Flut, die sie benetzt, verjüngt. Ein Schrei, ein Blitz, ein Explodieren, ein Wesen Nebellichtern gleich.
Erschöpft liegt er in ihrem Schoß, getragen, träumend, schwebend. Irgendwo ganz tief scheint etwas den Vollzug zu begreifen und diese Unlösbarkeit des Akts. Sie weiß, er ist ihr sicher. Der Samen ist gelegt. Nun muss er reifen. „Diesam nuwul atuchat roka!“