Scham und Verzweiflung 1

Als sie das Geräusch hörte, war es bereits zu spät. Er riss sie von hinten nieder, schlug ihr mit der Faust ins Gesicht und zerrte sie ins Gebüsch. Sie war so überrascht, dass sie zunächst gar nicht begriff, was geschah. Er fasste ihre Bluse, tat einen kräftigen Ruck und ihre Brüste lagen frei. Erstaunt fühlte sie die kühle Luft auf der Haut. Sie konnte nicht verstehen, dass ihre Busen plötzlich völlig nackt waren, und für einen Augenblick fuhr es ihr durch den Kopf: wie gut, dass es dunkel ist!
Dann bemerkte sie entsetzt, dass er an ihrer Hose zerrte. Sie schlug mit den Fäusten nach ihm, er gab ihr eine schallende Ohrfeige, die fürchterlich brannte. Nun fühlte sie die Angst und bekam völlig gelähmt mit, wie er ihre Hose herunterzerrte. Sie versuchte zu schreien, aber bevor sie einen Ton von sich geben konnte, landete brutal seine Faust in ihrem Gesicht. Ein heftiger Schmerz erfüllte den Kopf. Ihr wurde schwindelig.
Du musst etwas tun! dachte sie, doch weiter kamen ihre Gedanken nicht. - Horror, Entsetzen, Panik erfüllten sie als ihr wirklich klar wurde, was all das zu bedeuten hatte. In ihrer Verwirrung hatte er es geschafft sich zwischen ihre Beine zu drängen. Sie konnte sich nicht mehr erinnern, wann er ihre Hose über die Beine gestreift hatte. Nun hatte er einfaches Spiel! Sie versuchte ihre Schenkel zusammenzupressen während sein Becken den Weg zu ihrer Scham suchte. Sie schaffte es nicht. Stattdessen erntete sie einen weiteren Hieb ins Gesicht und den nächsten in den Bauch. Sie krümmte sich vor Schmerzen, während sein steifes Glied in sie eindrang, brutal, erbarmungslos. Sie versuchte ihn durch die Bewegung ihres Beckens loszuwerden – niemand konnte einen Faden in die Nadel einfädeln, wenn man sie energisch genug bewegte! Sie stellte schnell fest, dass das ein Irrtum war! Sein Faden war in ihr und sie konnte ihn nicht mehr abschütteln. Im Gegenteil, je mehr sie sich bewegte, desto mehr schürte sie seine Lust.
Ohnmächtige Wut stieg in ihr auf, Wut und Verzweiflung. Sie hieb erneut mit den Fäusten auf ihn ein, doch er schien sich gar nichts daraus zu machen. „Hure!“, hörte sie ihn schimpfen, dann trafen sie weitere Schläge in Gesicht und Bauch. Sie wusste nicht mehr welche Schmerzen schlimmer waren, die, die die Schläge verursachten, oder sein Penis, der in ihre trockene Scheide drang – ein einzigartiges Brennen in ihrem Unterleib. Sie fühlte sich ohnmächtig und erniedrigt, schutzlos dieser Gewalt ausgeliefert. Sie fühlte und hörte seinen keuchenden Atem, und begann sich selbst zu hassen, weil sie so hilflos ausgeliefert war. Ihr war übel, und sie spürte den Drang sich zu übergeben, als sie noch einmal seine Schläge spürte. Sie fühlte nicht mehr, wie er sich in ihr entlud. Es kam ihr vor, als wäre das Ganze ein böser, übler Traum, sie hoffte nur noch, dass er bald vorbei wäre.
Als er schließlich von ihr ließ und verschwunden war, weinte sie vor Verzweiflung, Wut und Scham. Ohne zu wissen was sie tat, zog sie ihre Hose an, nahm die zerrissene Oberbekleidung über der Brust zusammen und stolperte nach Hause. Ekel überkam sie und nun endlich erbrach sie sich in zuckendem Würgen. Was hatte man ihr angetan? Was hatte man ihr angetan! Sie wusste nicht mehr, wie sie schließlich nach Hause gekommen war. Sie hatte die Tür doppelt verschlossen, war in ihr Bett gesunken und hatte geweint. Nie würde sie irgendjemandem davon erzählen, schwor sie sich. Es war so erniedrigend, so entwürdigend! Jedes Wort darüber würde es nur unerträglicher machen. Niemand würde es verstehen. Warum hatte sie sich nicht mehr gewehrt, fragte sie sich? Sie spürte, wie die Flüssigkeit aus ihrer Vagina lief und ekelte sich vor sich selbst. Sie schleppte sich zur Dusche, ließ unterwegs eines der beschmutzten Kleidungstücke nach dem anderen achtlos auf den Boden fallen und drehte den Hahn auf. „Ich hätte es nicht zulassen dürfen…“, flüsterte sie mit bebenden Lippen. Die Hitze des Wassers tat ihr gut, doch vermochte sie nicht ihre Verzweiflung hinwegzuspülen. „Mama, oh Mama!“, flehte sie verzweifelt und führte wieder und wieder den Duschstrahl zwischen ihre Beine um diese unwürdige Demütigung und all den Schmutz, der immer wieder aus ihr herauslief fortzuspülen. Nie, nie durfte jemand davon etwas erfahren!