In der Tiefe der Nacht

Auszug aus "Die Reifungen der Lyra B.", das neue Buch von Manuela Sauvageot

Steck endlich deinen Schwanz in meine Möse!, sagte ich, als er wieder begann, es mir mit der Zunge zu machen. Ich kann nicht, seufzte er resigniert. Wir haben nun schon – ach ich weiß nicht mehr wie oft! Er tut’s nicht mehr. Enttäuscht richtete ich mich auf. Der Blick auf die Stadt war fantastisch! Ein funkelndes Lichtermeer. New York bei Nacht! Ich sprang auf und rannte zum Rand des Daches.

Hey, bist du verrückt, rief er. Pass auf, dass du nicht runter fällst! Ja, ich bin verrückt!, schrie ich in den Wind und stellte mich auf den Absatz, der höchstens fünfzig Zentimeter breit war, breitete meine Arme aus und schaute zu den Sternen, als wollte ich sie alle umarmen. Unten in der Tiefe rauschte der nächtliche Verkehr, der in dieser Stadt nie zu verebben schien.

Komm, hör auf mit dem Quatsch!, forderte er mich auf. Splitternackt stand ich dort am Rande des Abgrundes und es schien, als wäre mir die Gefahr keineswegs bewusst. Doch das stimmte nicht. Es war gerade diese Gefahr, verbunden mit der Schönheit und Größe dieses Platzes, die mich berauschte.

Dort hinten musste einmal das World Trade Center gestanden haben, dachte ich und begann auf dem Absatz herumzulaufen wie auf einem breiten Schwebebalken – darauf hatte ich mich ja einmal wie zu Hause gefühlt. Wie eine Fee, ging es ihm durch den Kopf, eine Nymphe der Großstadt, erzählte er später.

Komm schon, Lyra, lass das! Du machst mir Angst! Er war aufgestanden und kam nun zu mir. Fickst du mich?, fragte ich herausfordernd und ein bisschen schnippisch. Er stöhnte. Ich war unersättlich! Nun fing ich an, vor ihm zu posieren. Ich hätte Striptease Tänzerin werden können, ich hätte alle verrückt gemacht. Er bemerkte, wie sein schlappes Etwas in Bewegung geriet. Klar, sagte er, aber komm erst einmal dort von dem Abgrund fort. Zeig du erst, dass du’s noch mal kannst!, erwiderte ich und begann, mich wie professionell vor ihm zu bewegen. Ich schaute über die Schulter zu ihm, betonte mal den Po, mal die Busen, strich mir erotisch über die Haut und machte schließlich masturbierende Bewegungen wobei ich ihm meine Beine öffnete – die ganze Zeit auf dem schmalen Grad. Als alte Turnerin war ich gewohnt, ganz andere Akrobatik auf viel schmalerem Terrain zu leisten, und ich war absolut schwindelfrei; fast wie ein Indianer, ging es mir durch den Kopf. Meine Darstellung verfehlte die beabsichtigte Wirkung nicht. Befriedigt beobachtete ich, wie sich sein Glied mehr und mehr aufrichtete, bis ich schließlich zufrieden begann, auf ihn zuzutanzen.

Ich beugte mich zu ihm hinab und nahm seinen Schwanz in den Mund. Meine warme, geschickte Zunge schaffte es tatsächlich, ihn noch ein wenig mehr aufzumuntern, bis er eine ganz ansehnliche Festigkeit erreicht hatte. Ich drehte mich um und beugte mich nach vorn. „Fick mich in den Arsch, bat ich ihn. Er glaubte wohl nicht richtig zu hören. Auf was für Ideen kam ich nun wieder?

Ich hatte mich tief nach vorn gebeugt und er nahm mich von hinten. Er strich einige Male mit dem entblößten Glied durch meine Spalte, dann schob er es hinein. Sie war heiß und sein Penis begann in meiner Höhle zu schmelzen. Mein Po in seinen Leisten machte ihn geil, dass wusste ich. Ich stöhnte wollüstig. Jetzt steck ihn oben rein!, bat ich erneut. Schließlich versuchte er es. Ich drängte mich ihm entgegen, aber es war zu eng, und sein Glied nicht steif genug. Als ich merkte, dass es so keinen Zweck hatte, richtete ich mich auf und drehte mich zu ihm. Ich schmiegte mich fest an ihn und begann mit kreisenden Bewegungen des Beckens.

Er nahm mich auf den Arm und drang zwischen meine heißen Labien. Mühelos fand er den Eingang in meinen verschlungenen Wundergarten. Ich schlang meine Beine um seine Hüften und klammerte mich an ihm fest, während er mit einer Hand meinen Po von unten stützte, die andere in meine Taille gelegt. Ich legte meine Arme liebkosend um seinen Hals. Die wippenden Bewegungen meiner Hüften bewegten gierig sein Glied in meiner Scheide. Bald legte er beide Hände an meinen Po und unterstützte den aufpeitschenden Rhythmus meines Beckens. Meine Busen drückten sich an seine Brust, meine Lippen wild auf den seinen. Wir entglitten der Welt auf den Wellen der Lust, mein Blick in die Ferne, die Lichter der Stadt in mich aufnehmend, als ich schließlich kam und er sich in mir aufbäumte, ein letztes Mal, während wir fielen, fielen in die Tiefe der Nacht.