Selbstliebe

Japanische Zeichnung von Vulven
(Bild: Wikipedia)

Masturbation nennen es die einen, Onanie die anderen. Manche sprechen von Selbstbefriedigung. In der Fachsprache nennt mann es auch wohl Autoerotik (von dem lateinischen Wort auto = selbst, als Selbst-Erotik). Und wir alle kennen eine ganze Reihe umgangssprachlicher Ausdrücke dafür.
Ich selbst bevorzuge Ausdrücke wie Selbstliebe machen, meinen Schmetterling streicheln, meine Perle wild machen und Ähnliches – alles was einen Hauch von Romantik hat und es in einer wertschätzenden bildhaften Sprache ausdrückt.
Ich finde, sich selbst zu streicheln, sich selbst erregen, in Ekstase zu versetzen und einen Orgasmus (oder auch nicht) mit sich selbst zu haben, ist einfach wundervoll. Es ist etwas, was ich mir jederzeit selbst geben kann, ohne auf irgendjemdanden Rücksicht nehmen zu müssen. Es ist eine tiefe Hingabe von und für mich selbst, Ausdruck meiner ganz individuellen sexuellen Bedürfnisse und Wertschätzung dafür. Und natürlich liebe ich es, Sex mit Partnern zu haben. Das ist noch einmal etwas ganz Anderes. Ich möchte weder das Eine noch das Andere missen.
Selbstliebe macht weder krank, noch dumm, noch hat es sonst irgendwelche schädlichen Folgen. Im Gegenteil, es ist gesunder Teil einer natürlichen Sexualität. Das ist inzwischen lange bekannt, auch wenn es in manchen Kreisen (besonders in den Religionen) immer noch tabuisiert wird. Gegen uneinsichtige körperfeindliche Dogmatiker ist halt kein Kraut gewachsen. Zu masturbieren, stärkt sozusagen unseren sexuellen „Muskel“, und das hat nur zum geringeren Teil wirklich etwas mit Muskeln zu tun, sondern mit der Stimulierung und dem Training des Gesamtorganismus – Körper, Seele, Emotionen, Geist. Viele Menschen hätten eine befriedigendere Sexualität, auch mit Partner oder Partnerin, wenn sie es gelernt hätten, (frei von Schuldgefühlen) Selbstliebe zu praktizieren.
Mit dieser Seite möchte ich dazu einladen, deine natürliche Sexualität auch mithilfe der Selbstliebe zu entfalten und das Leben zu genießen.

Hier einige Angaben aus Wikipedia:
"Viele Menschen befriedigen sich in unregelmäßigen Abständen selbst. Statistisch betrachtet masturbieren mehr Männer (ca. 94 %) als Frauen (ca. 60 bis 80 %), und sie tun dies laut Umfragen auch häufiger. Viele davon entdecken die Masturbation und ihren eigenen Körper bereits in der frühen Pubertät, einige erst später und manche schon als Kleinkind. Männer masturbieren mit etwa 12 Jahren zum ersten Mal, Frauen oft erst regelmäßig, wenn sie auf die 20 zugehen.
Masturbiert wird auf ganz unterschiedliche Weise. Mit den Händen bzw. Fingern oder Hilfsmitteln werden die eigenen erogenen Zonen des Körpers stimuliert. Dabei können Gleitmittel (da kein Kondom benötigt wird, ist hier auch einfaches Pflanzenöl beliebt) die Reizung verbessern."


Eine Geschichte von Manuela Sauvageot

Stern.de zur Selbstbefriedigung: Sex - an und für sich

Stern.de: Seele und Sexualität. „Ich mache es mir eigentlich fast täglich.“ (Der Artikel wurde leider inzwischen vom Netz genommen.)

freenet.de Lifestile: Selbstbefriedigung: 10 Fakten über die Selbstliebe.

Plattform Sexuelle Bildung: Selbstbefriedigung.

feminin leben: Selbst ist die Frau. Warum Selbstliebe wichtig ist.

Brigitte: Tabu Selbstbefriedigung: "Es war, als hätte ich endlich die Erlaubnis, mir selbst Lust zu verschaffen"